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Max Steenbeck - Abi 1922

Was ist seit deinem Abi bei dir passiert?

Ich habe in Kiel erst Chemie und dann Physik studiert und dann 1929 zur Intensitätsmessung von Röntgenstrahlen promoviert. Dort habe ich auch meine Frau Martha getroffen mit der ich inzwischen drei Kinder habe. Währenddessen hat es mich nach Berlin Siemensstadt verschlagen, wo ich in der wissenschaftlichen Abteilung der Siemens-Schuckert-Werke an der Physik der Gasentladung geforscht habe. Nach dem Krieg habe ich für die Sowjetunion ein Verfahren zur Trennung von Uranisotopen entwickelt, bevor ich 1956 wieder nach Deutschland zurückkehren konnte. Ich habe mich für die Rückkehr in die DDR entschieden, weil ich dort für eine friedlichere Welt wirken wollte.

Was machst du so täglich und wie bist du dazu gekommen?

Ich forsche und veröffentliche meine Ergebnisse in wissenschaftlichen Aufsätzen und Büchern zusammen mit meiner Arbeitsgruppe. Elektromagnetische Wellen haben mich seither fasziniert, sodass ich seit meinem Studium eigentlich eine klassische Forscherlaufbahn angestrebt habe. Das wirtschaftliche Interesse von Siemens hat mir enorm geholfen schnell meine Forschung am Betatron voranzutreiben, auch wenn ich damals aus Patentgründen nicht veröffentlichen durfte. Als ich einmal als Forscher etabliert war, ist es leichter geworden einen Weg in die nächsten Anstellungen zu finden. Leider komme ich mit wachsender Verantwortung selber immer weniger zum Forschen/Experimentieren und meine Tage sind zunehmend von Konferenzen und Abstimmungen geprägt.

Was fällt dir ein, wenn du ans MSG denkst?

Ich hoffe sehr, dass das eine gute Spezialschule wird, wenn sie schon meinen Namen trägt. Die zukünftigen Schüler sollen lernen, dass sie von der Wichtigkeit ihres Tuns besessen sein müssen, um Erfolg zu haben.

Alumni-Marktplatz:

Ich suche: Jemanden, der mir erklärt wie ich einen Computer benutzen kann.

Ich biete: Eine Laborführung im Institut für magnetische Werkstoffe in Jena inklusive Mensabesuch.

Was steht bei dir in Zukunft an?

Ich habe vor politisch aktiv zu werden und mich für die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu engagieren. Ich fahre dazu demnächst zu einer Konferenz nach Helsinki.

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